Was uns bewegt

Sonntag, 23. Juni - 03:35 Uhr.  Der Hausalarm an der Oberglauheimer Straße 32 der Freiwilligen Feuerwehr Höchstädt ertönt an diesem Wochenende bereits zum vierten Mal. Aufstehen – anziehen – Schutzanzug anlegen – aufsitzen – Florian Höchstädt 40/2 rückt aus.

Der Puls schießt in die Höhe, die Nervosität steigt. „Was erwartet mich?“ „Wohin geht es?“ „Kann ich meine Handgriffe?“. Auf dem Weg zum Einsatzort dann die Meldung vom Gruppenführer: „Verkehrsunfall – zwei verletzte Personen“. 

Was sich liest wie ein Ernstfall war Gott sei Dank nur ein Einsatzszenario der 24H-Stunden-Übung, welche die Jugendfeuerwehr Höchstädt am 22. Und 23. Juni bewältigte. Vorhergegangen waren bereits drei Einsätze. So galt es am Vorabend schon eine Ölspur auf einer Straße zu beseitigen und gegen 22:30 Uhr eine Person aus einem verrauchten Gebäude zu retten. Ein weiterer Einsatz in der Nacht erwies sich zum Glück als Fehlalarm – auch das kann vorkommen. Nach dem Frühstück folgen zwei weitere Alarmierungen. An einem See kam es zu einem Brand und im Anschluss galt es eine Katze von einem Hausdach zu retten.  Auch wenn die Jugendgruppe mal nicht im Einsatz war, gab es immer etwas zu tun. Fahrzeugpflege,  Essen kochen und die Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge wiederherstellen.

Solche „Berufsfeuerwehrtage“ für den Nachwuchs der Feuerwehren sind absolut im Kommen. Doch unternimmt man solche aufwendigen Übungseinsätze nur um im Trend zu liegen?  Nein, mit Sicherheit nicht! Hier gilt es vielmehr das „Wir-Gefühl“ zu stärken, Teamgeist zu entwickeln,  gemeinsam etwas zum Erfolg beizutragen und sich aufeinander verlassen zu können. Alles unverzichtbar in einer Feuerwehr.  Die Einsatzszenarien sollen aber  auch den jüngsten unter den Florianjüngern, welche grundsätzlich bis zur Volljährigkeit nicht an die Gefahrenstelle vorrücken dürfen, schon während ihrer Ausbildung zeigen, was sie später einmal erwarten wird. Denn auch die freiwilligen Feuerwehren sind vom demographischen Wandel betroffen und brauchen Nachwuchs.

Nach knapp 24 Stunden war dann Schichtende für die 14 Jungen und Mädchen der Jugendfeuerwehr Höchstädt. Erschöpft und sichtlich müde, aber mit Sicherheit auch ein wenig Stolz auf das Erreichte traten die jungen Florianjünger den Nachhauseweg an.  Die vielen Übungsstunden zahlten sich aus, alle  Einsätze konnten erfolgreich beendet werden. Was bleibt ist die Erkenntnis, dass die Feuerwehr Höchstädt einen richtig starken Nachwuchs hat, die zusammen bereits jetzt schon komplexe Aufgaben gemeinsam lösen können. So funktioniert Teamwork!

Jugendliche die sich für die Feuerwehr interessieren,  mindestens 12 Jahre alt sind und aus Höchstädt kommen können gerne hier Kontakt aufnehmen.


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